Treasures.
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Urinabsorber? Uääääh....

Heute bin ich ziemlich kaputt. Der Tag war so lang. 10 Uhr ist nicht allzu früh, aber ich bin es einfach nicht mehr gewöhnt zu einer bestimmten Zeit aufzustehen und daher ist mein Rhythmus so im Eimer, dass ich vor 4 Uhr nicht einschlafe und 6 Stunden sind für das Prinzesschen zu wenig Schlaf.

Das Essen im Mensazelt und dann auf der Wiese Liegen und Erzählen war schön, der anschließende Kurs dank Gastdozenten auch sehr interessant. Wenn man alles auf den Weg bezieht, wird es sowieso spannender. Es ging heute um "Meister Eckhart", der Theologe und Philosoph im 14. Jahrhundert war.

Bezogen auf den Weg hab ich heute für mich mitgenommen, dass man zwar nicht unbedingt die Einsamkeit braucht um zu sich selbst (damit letztendlich auch zu Gott) zu finden, aber das eine Abgeschiedenheit (die auch in der Masse möglich ist) wichtig ist. Man muss sich selbst loslassen, sich leer machen. Das fällt sicher den meisten Menschen in der Einsamkeit leichter. Versuchen, ein leeres Gefäß werden, dass dann mit Gott (oder sich selbst, wenn einem Gott nicht so wichtig ist) gefüllt werden kann. Wie heißt es auch in Avatar?

"Es ist nicht leicht ein Gefäß zu füllen, das bereits voll ist."

Auch Hape empfiehlt in seinem Buch eindringlich das Pilgern in der geistigen Leere.  Nichts denken, nichts fühlen, nur sein.

 

Um zu etwas irdischeren Dingen zurückzukehren: Ich musste heute meinen ersten Schwangerschaftstest durchführen, weil es allmählich doch etwas beängstigend wurde. Ich kann berichten: das Gefühl bessert sich nicht unbedingt, wenn man in einer hellen Bürotoilette hockt und sich auf die zitternden Hände pieselt, in dem Versuch das der "Urinabsorber" (uäh!) auch etwas abbekommt. Aber - der Test ist negativ und ich konnte aufatmen!

Wenn morgen die rote Welle immer noch nicht heranwogt, werde ich mal meinen netten, französischen Gynäkologen aufsuchen und ihn befragen, was nun zu tun ist...

Ansonsten sind noch morgen (Aufstehen um 9 Uhr - bin ja gespannt - einstellige Uhrzeiten existieren bei mir eigentlich überhaupt nicht mehr) und Freitag Zeit für etwa 10 Stunden Arbeit. Uff! Am Feiertag werde ich sicher im Koma liegen.

11.5.10 23:15


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Work, work...

Ach, ich bin so ein Schaf.

Gerade ist mir eingefallen, dass ja am Donnerstag Feiertag ist und ich nicht arbeiten kann. Jetzt muss ich entweder noch heute arbeiten gehen (Kopfschmerzen, Erkältung - auf jeden Fall wehe Nase) oder morgen, Mittwoch und Freitag jeweils 5 Stunden durchhalten und normalerweise verlangen mir 3 Stunden in der Telefonhölle schon immer einiges ab. Warum ich so viel arbeiten muss?

...oh Telefon

Gerade habe ich mit einer Freundin telefoniert, die den Job auch macht - sie arbeitet heute... bis Schluss - ich werd eine Schmerztabeltte nehmen und mich auch gleich auf den Weg machen. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Zur Erklärung sei noch gesagt - in meinen Vertrag steht, dass ich 35Std im Monat arbeiten muss,  in diesem Monat habe ich bisher erst 3 geschafft und bin dann Halsschmerzen-geplagt ausgefallen. Ich darf nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, da ich Studentin bin, aaaaber (und da liegt der Hase im Pfeffer) ich will am 22.Mai mit meinem Freund und seiner Familie nach Italien fahren für 10 Tage. Heißt im Klartext - einmal 4 und einmal 5 Tage in denen noch 33 Stunden abgearbeitet werden müssen. *seufz*

Heute kam auch noch, in Allerherrgottsfrühe, das Buch, von dem ich mir einiges versprochen hatte mit der Post an. Dabei fiel mir auf, dass ich mich dringend(!) umkonditionieren muss. Ich reagiere auf die Türklingel mit Panik und Herzklopfen (Gerichtsvollzieher! Mafia! Mein Ex!)- ich mag das nicht!

Jedenfalls habe ich gerade etwa eine halbe Stunde in dem Buch gelesen und bin enttäuscht. Dir schlechtesten Bewertungen von amazon scheinen sich leider zu bewahrheiten. Schulaufsätze der 8. Klasse: viel mehr leider bisher nicht. Seicht und nichtssagend. Bin wirklich sehr geknickt. Sollte ich ein Buch über den Camino schreiben (wenn ich denn hinkomme...) - meins wird besser!

Und jetzt ziehe ich irgendwas an (muss dringend Wäsche waschen), werfe eine Schmerztablette ein und gehe arbeiten - na yay! 

 

10.5.10 15:55


Der Bodensee reicht mir nicht...

Habe mir heute endlich das Buch von Hape Kerkeling besorgt. Lange Zeit hatte immer nur das Hörbuch angehört, was auch sehr genial ist, aber es macht mir doch viel Spaß das ungeschnittene Buch nochmal zu lesen!

Mein Fernweh, mein Pilgerwunsch, wächst dadurch allerdings...

Gestern habe ich meine gereizte Laune wegen meiner aktuellen Gedanken kaum vor meinem Freund verbergen können (wir wohnen zusammen), als er mich fragte was los sei, gab ich nur eine ausweichende Antwort. Ich wollte nicht schon wieder darüber diskutieren. 

Momentan geht er davon aus, dass er, ich und der Hund im Sommer auf dem Jakobsweg von Augsburg an den Bodensee pilgern werden. In einem Anfall von Nachgiebigkeit habe ich gesagt, dass mir das erstmal reichen würde. Spaß machen würde es sicher, aber das war es auch schon. Befriedigen wird mich das nicht.Es gibt kein richtiges ZIel, außer dem Schiff in die Schweiz und den Blick auf den Weg und dann sicher der wehmütige Gedanke:

"Da führst du also weiter... und ich fahre jetzt heim..."

Er will nicht pilgern. Ihm ist es nicht wichtig - es ist nicht sein Weg! Er würde pilgern, weil es mir so  wichtig ist - sehr schmeichelhaft - aber unnütz. Was hat er davon? Ich will es auch nicht. Vielleicht würde ihm im Laufe der Reise klar werden,  was mir daran so wichtig ist, aber ich möchte es mittlerweile allein erleben. Wenn er in Spanien pilgern würde, dann nur wegen mir und unbedingt mit dem Hund. Das ist aber Schwachsinn, wie ich finde. Für den Hund ist es nur unntötiger Stress in der Hitze und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die Spanier das Pilgern mit Hund so toll finden. Pilgerherbergen würden jedenfalls gleich ausfallen. 

Unser Rhythmus  stimmt auch nicht sehr gut überein. Wenn ich nur daran denke, wie wir manchmal zanken, wenn wir nur zusammen in die Stadt gehen. Er ist ungefähr doppelt so schnell wie ich und oft stört ihn dann meine Langsamkeit. Sehr begreiflich! Mich stört ja auch, dass er so viel schneller ist als ich. Dies als Voraussetzung für eine 4-6wöchige gemeinsame Pilgerfahrt... nunja...

Außerdem, wie erwähnt, mir geht es ja um "allein sein" und "zu mir selbst finden" und das klappt wohl am Besten in der Einsamkeit...

 

6.5.10 23:07


Einleitung?

Seit langem also mal wieder ein Eintrag von mir.Ein neuer Blog erschien mir aber doch besser.

Fühle mich ziemlich eingerostet was das Aufschreiben meiner Gedanken angeht und bin auch noch nicht sicher, ob hier der richtige Ort ist mein aktuellen Gedanken niederzuschreiben.

Was soll´s, Gedanken ordnen und zu Schlüssen kommen.

Ich will pilgern. Allein. In Spanien. Auf dem Jakobsweg, aber immer wenn ich das Thema auch nur ansatzweise zur Sprache bringe, gibt es Stress mit meinem Freund.

"Du machst dir da was vor, du erwartest was vom Weg, was dir niemand garantieren kann, du wirst enttäuscht sein, du kannst mich nicht so lange allein lassen, wenn du gehst, brauchst du gar nicht mehr wiederzukommen..." Ich kann es nicht mehr. Ich weiß nicht, wie ich es ihm noch erklären sol.

Ich brauche den Weg. Ich brauche das allein sein, ich will lernen mit mir allein zu sein, mit mir klar zu kommen, will Abstand von meinem Leben, Klarheit. Ich will endlich mal wieder etwas schaffen, etwas, worauf ich dann stolz sein kann - ich brauche nicht unbedingt die göttliche Erleuchtung und die Compostela wäre auch mehr glückliche Beigabe. Ich will es für mich. Sehen, ob mein Körper und meine Seele diese Belsatung aushalten, mich abhärten, etwas Neues sehen, etwas Neues lernen, einen anderen Blick auf mich bekommen und endlich, endlich ein Stück herausfinden, was ich will und wer ich bin.

6.5.10 01:57


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